II - 2.1.2.7

Mission

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Mission II - 2.1.2.7 Klöcker/Tworuschka: Handbuch der Religionen 48. EL 2016 1 OLZOG Verlag – Handbuch der Religionen – Frau Voit Stand: 07.06.2016  2. AK  Seite 1 II - 2.1.2.7 Mission Von Sabine Plonz Sowohl das Menschenbild als auch die Botschaft des Christentums machen es zu einer missionarischen Religion. Diese wirkt sowohl nach innen (in die christliche Gemeinschaft hinein als weitergehende Evangelisierung) als auch nach außen (Bekehrung, Gewinnung von AnhĂ€ngerInnen Jesu). Mission ist nicht nur Aufruf zum Glauben an Jesus Christus, sondern auch Teil- nahme am Heilsgeschehen, angefangen beim Auszug Israels aus Ägypten bis hin zur vorgestellten Zukunft einer mit Gott und unter sich versöhnten Menschheit. Deshalb gehören zur MissionstĂ€tigkeit Helfen und Handeln mit und fĂŒr Andere (Diakonie), das Leben als vorbildliche Gemeinschaft (KommunitĂ€ten) und po- litisches Handeln fĂŒr gesellschaftliche VerĂ€nderungen (Kirche als politischer Fa ktor, Beteiligung an BĂŒrgerbewegungen). Historisch wurde Mission im Protestantismus insbesondere durch die „Erwe- ckungsbewegung“ (einer neuen Frömmigkeitsform mit starker Praxisorientie- rung im 18. und 19. Jahrhundert) befördert. Im Kolonialzeitalter entstanden Missionsgesellschaften als TrĂ€ger der Mission nach außen, die unabhĂ€ngig von der verfassten Kirche waren. Auch die Mission nach innen geht auf diese Bewegung maßgeblich zurĂŒck. J.H. Wiehern u. a. begrĂŒndeten 1848 die „Innere Mission“. Diese suchte die durch VerstĂ€dterung und Verelendung der Volksmassen entstandene Entfremdung von der eigenen Mitgliedschaft aufzuhalten (dazu gehörte auch die Abwehr sozialistischer Ideen) und dem sozialen Elend mittels diakonischer Hilfestellung entgegenzuwirken. --- Seite 1 Ende ---
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