Luu, Same-same, but different. Phantastische Tierwesen

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Same-same, but different. Phantastische Tierwesen XIII - 16.8 Klöcker/Tworuschka/Rötting: Handbuch der Religionen | 88. EL 2026 1 ZusammenfassungZusammenfassung Kann eine Führung zu phantastischen Tierwesen in den Religionen zu neuen Betrachtungsweisen von Tier- und Menschenpositionen führen? In einem Rundgang an einem für manche bedeutsamen Datum, dem 24.12.2024 wurde dieser Versuch anhand von unterschiedlichen Objekten aus dem Magazin der Religionskundlichen Sammlung (im Folgenden RS) unternommen. Schlagwörter Tierwesen; Macht; Körper; Dämonen; Daoismus; Himmel; Qilin; Umwelt; Unsterblichkeit; Nagas XIII - 16.8 Same-same, but different. Phantastische Tierwesen. Eine öffentliche Führung in der Religionskundlichen Sammlung Marburg am 24.12.2024 [Same-same, but different. Fantastic animal creatures. A public guided tour at the Religions- kundliche Sammlung Marburg on 24th December 2024] Heike Luu Submitted August 13, 2025, and accepted for publication March 03, 2026 Editor: Maike Maria Domsel SummarySummary Can a guided tour about fantastic animal creatures of different religious traditions lead to new ways of looking at animal and human positions? In a walkabout on a date that is significant to some: the 24 December 2024, this attempt was made using various objects from the depot of the Marburg Religionskundliche Sammlung (hereafter RS). KeywordsKeywords Beasts; Power; Body; Demons; Daoism; Heaven; Qilin; Environment; Im- mortality; Nagas --- Seite 1 Ende --- XIII - 16.8 Same-same, but different. Phantastische Tierwesen 2© Westarp Science Fachverlag Seit 2015 findet in der Religionskundlichen Sammlung Marburg am 24. De- zember um 19 Uhr eine Sonderführung mit ausdrücklicher Anregung zur Dis- kussion über das Gesehene zu einem speziellen Thema statt. 1 Die Zielgruppe sind interessierte Erwachsene aller Professionen und Interessen. Die erklärte Absicht ist es, Personen in einer kleinen Gruppe mit den gezeigten Objekten optische Anregungen zum Nachdenken und Diskutieren am gleichen Abend untereinander und idealerweise auch für das nächste Jahr zu geben. Dazu wer- den Objekte aus dem Depot geholt, die sonst nicht zu sehen sind. 2024 war das Thema „Phantastische Tierwesen“. 2 Neben der Unterhaltung der Besuchenden durch nicht alltägliche und Neugier weckende Motive, sowie den Reiz, etwas zu sehen zu bekommen, was nur an diesem Tag zu sehen ist, führten auch im Dezember 2024 weitere Beweggründe zur Auswahl der Objekte. Diese wur- den einerseits vom Kriterium der guten Sichtbarkeit bestimmt. Andererseits musste unter zu vielen phantastischen Tierdarstellungen auch eine kleinere Auswahl getroffen werden, da die Aufmerksamkeit der Zuhörenden spätestens nach zehn Objekten nicht mehr für viele weitere Dinge reicht. Mit Hilfe der Vergegenwärtigung der regionalen Vielfalt der Darstellungen innerhalb unter- schiedlicher religiöser Traditionen sollte gezeigt werden, dass sich Tierwesen im Zusammenhang mit Religionen fast überall finden lassen. Weitere Gedan- ken, die die Auswahl lenkten und hier nicht ausführlicher diskutiert werden können, sollen als Fragen zur weiterführenden Diskussion stehen: • Wie ist das Verhältnis der jeweiligen Religion zur künstlerischen Gestal- tung von Tieren? • Wie benutzten und benutzen Menschen Tierwesen, um ihre Überzeugun- gen zu unterstreichen oder attraktiv zu gestalten? • Wie weit geht die menschliche Phantasie und wo endet sie in der Darstel- lung solcher Wesen? • Wie fremd oder ähnlich sind diese Wesen den gestaltenden Menschen? Wo fängt das Tier an, wo hört der Mensch auf und wie kann diese Frage anders gestellt werden? • Was haben phantastische Tierwesen mit Macht und „Magie“ zu tun? • Wo finden wir heute Tierdarstellungen, deren Ursprung allgemein zum Teil vergessen, zum Teil neu gedeutet und neu genutzt wird? Im ersten Raum sollte das „Bilderverbot“, mit dem „der Islam“ oft in Zu- sammenhang gebracht wird, hinterfragt werden, ohne direkt auf das Thema einzugehen. Dafür eignet sich der Besuch der Islamabteilung der RS, in der derzeit unter der Decke eine Installation 3 aufgehängt ist, die die Erzählung von Sīmurġ, dem iranischen Mythos von der Suche nach Wahrheit und Selbst-
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