Wir verteidigen nicht unsere Religion XIV - 5.1.1.6
Klöcker/Tworuschka/Rötting: Handbuch der Religionen | 83. EL 2025 1
ZusammenfassungZusammenfassung
Schulen müssen ein integratives Umfeld schaffen, das kulturelle und reli-
giöse Vielfalt als Bereicherung betrachtet. Interreligiöse Begegnungen und
Dialog spielen dabei eine bedeutende Rolle, um Konflikte zu bewältigen und
Verständnis sowie Respekt zu fördern. Eine Studie mit islamischen Religi-
onslehrkräften (IRL) im Süden Österreichs verdeutlicht Herausforderungen
wie Misstrauen gegenüber Veränderungen und begrenzte Ressourcen bei der
Umsetzung interreligiöser Maßnahmen. Sorgfältige Vorbereitung und Mo-
deration sind entscheidend, um negative Auswirkungen zu vermeiden. Die
Studie liefert Empfehlungen zur Integration dieser Maßnahmen in Schulen,
um eine respektvolle Schulkultur zu fördern und die nächste Generation auf
eine vielfältige und globalisierte Welt vorzubereiten. Sie betont die Bedeu-
tung interreligiöser Begegnungen und Dialoge im Umgang mit Konflikten
und Unsicherheiten im schulischen Kontext, wobei der Leitsatz „Wir vertei-
digen nicht unsere Religion, sondern wir lernen uns kennen!“ im Fokus steht.
SchlagwörterSchlagwörter
Bildungseinrichtungen, kulturelle Vielfalt, religiöse Vielfalt, interreligiöse
Begegnungen, Dialoge, Konflikte, Unsicherheiten, Verständnis, Respekt
XIV - 5.1.1.6 „Wir verteidigen nicht unsere Religion, sondern
wir lernen uns kennen!“ – Interreligiöse Begeg-
nung und interreligiöser Dialog als Schlüssel
zum erfolgreichen Umgang mit Konflikten und
Unsicherheiten im schulischen Kontext
[‘We don't defend our religion, we get to know
each other!’ – Interreligious encounters and
interreligious dialogue as the key to successfully
dealing with conflicts and uncertainties in the
school context]
Mevlida Mešanović
Submitted August 23, 2024, and accepted for publication November 25, 2024
Editor: Maike Maria Domsel
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XIV - 5.1.1.6 Wir verteidigen nicht unsere Religion 2© Westarp Science Fachverlag
Einleitung
Der Beitrag untersucht die Bedeutung interreligiöser Begegnungen und Dialoge
im schulischen Kontext für ein respektvolles Miteinander in einer vielfältigen
Gesellschaft. Es werden Herausforderungen diskutiert, denen Bildungseinrich-
tungen in einem globalisierten und multikulturellen Umfeld gegenüberste-
hen. Anhand von Fallbeispielen aus einer empirischen Studie im südlichen
Österreich wird aufgezeigt, wie interreligiöse Dialoge zur Bewältigung von
Konflikten beitragen können. Zudem werden die Vorteile solcher Dialoge be-
leuchtet und Herausforderungen thematisiert, woraus die Notwendigkeit einer
sorgfältigen Vorbereitung abgeleitet wird. Abschließend werden Empfehlungen
zur Integration interreligiöser Begegnungen in Schulen gegeben, wobei die
Rolle der Lehrerqualifizierung und die Schaffung eines respektvollen Umfelds
betont werden. Der Beitrag verdeutlicht das Potenzial interreligiöser Dialoge
für eine bereichernde Schulkultur und die positive Entwicklung der nächsten
Generation.
SummarySummary
Schools must create an inclusive environment that views cultural and reli-
gious diversity as an enrichment. Interfaith encounters and dialogs play an
important role in overcoming conflicts and promoting understanding and
respect. A study with Islamic Religious Education (IRL) teachers in sou-
thern Austria highlights challenges such as mistrust of change and limited
resources when implementing interfaith measures. Careful preparation and
facilitation are crucial to avoid negative effects. The study provides recom-
mendations for integrating these measures in schools to promote a respectful
school culture and prepare the next generation for a diverse and globalized
world. It emphasizes the importance of interfaith encounters and dialogues
in dealing with conflicts and uncertainties in the school context, focusing
on the guiding principle “We are not defending our religion, we are getting
to know each other!”.
KeywordsKeywords
Educational institutions, cultural diversity, religious diversity, interreligious
encounters, dialogues, conflicts, uncertainties, understanding, respect
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Der vollständige Artikel umfasst 28 Seiten
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