Wettich, Die Yeziden in Deutschland
Die Yeziden Die Yeziden in Deutschland Von Thorsten Wettich Zum Begriff Zur Selbstbezeichnung der Yeziden kursieren ältere und neuere Etymologien. Die erste, jüngste ergibt sich durch eine Interpretation des Eigennamens im ganz überwiegend von den Yeziden gesprochenen kurdischen kirmancî -Dialekt. Demnach wird von dem Eigennamen Êzîdî (also ohne „y“) ausgegangen und dieser von ez da („Ich gab mich“) hergeleitet. Allerdings wäre im Präteritum Reflexiv zu erwarten ( min da ), sodass diese Erklärung anders als die des Gottesnamens Xwedê („der Sich-selbst-Gebende“) grammatikalisch nicht aufgeht. Zweitens findet sich schon in der älteren Forschung die These, dass der Name Yazîdî von dem ummayadischen Kalifen Yazīd ibn Mu´āwiyya (gest. 683) herzuleiten ist, den die Yeziden verehrt haben sollen. Das würde bedeuten, dass die Yeziden im innerislamischen Konflikt Partei ergriffen hätten, da die Truppen Mu´āwiyyas in der Schlacht von Kerbala (10. Oktober 680) Hussein ibn Ali, den Enkel des Propheten Muhammad und Anführer der …
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