Weidenkaff, Jugend(sub)kulturen/Jugendszenen
Jugend(sub)kulturen/Jugendszenen Von Ingo Weidenkaff Die durch Jugend beziehungsweise (große) Teile von ihr repräsentierten Ein stellungen, Verhaltensweisen, Lebensentwürfe, Kommunikationsformen, Symbolbildungen, Selbstdarstellungen und Konfliktpotenziale. Jugendkulturen können als subjektive und kollektive Verarbeitungsformen ge sellschaftlicher Problemlagen betrachtet werden. Sie lösen, wenn auch imagi när, Probleme, die auf konkret materieller Ebene ungelöst bleiben (B. Friebertshäuser). Sie entstehen innerhalb eines experimentellen sozialen Spielraums jen seits von Verbänden und Institutionen. Die Kernphase intensiver jugend kultureller Hinwendung beginnt zumeist mit der Pubertät und reicht bis zur Volljährigkeit. En ts tehungsbedingungen: Ungewissheit über die eigene Zukunft Anpassungsschwierigkeiten beim Eintritt in die Erwachsenenwelt Widerstand gegen die Autorität der Erwachsenen Schutz vor Anpassungszwang Bedingungsfaktoren: Gesellschaftliche Lage - zwischen Verselbständigung und verlängerter Ab hängigkeit Biografische Lage - Herauslösung aus familiärer Bindung und Abhängigkeiten Autonome Phase - zwischen Kindheit und Erwachsenenstatus (Peergroups) Suche nach einer eigenen Identität Der Begriff der Subkultur beinhaltet generell die Abweichung von einer eng geführten Normalität der Erwachsenenkultur (Schwendler …
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