Weckelmann, Nikolaus Schneider – Zwischen theologischer Reflexion und politischem Gestaltungswillen
Nikolaus Schneider - Zwischen theologischer Reflexion und politischem Gestaltungswillen Von Thomas Weckelmann I. Wer es unternimmt, sich aus medialer Berichterstattung und Kommentierung ein Bild von Nikolaus Schneider zu machen, stößt auf eine Vielfalt ganz unterschiedlicher Beschreibungen: Da ist der liebenswerte, einst im Heimatverein kickende Sohn eines Hochofenarbeiters aus dem Ruhrgebiet, der - nunmehr älter geworden - vertraute Gesprächspartner immer noch gerne umarmt und (vielleicht deshalb) auf so manchen leutselig wirkt.1 Da ist der frühere Theologiestudent, der - an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal, in Göttingen und Münster - von den Erfahrungen der 68iger Jahre mitgeprägt ist; und dem bis heute der Stallgeruch eines - wie auch immer verstandenen - „Linksprotestantismus“ anhaftet oder nachgesagt wird.2 Und da ist der Gemeinde- und Diakoniepfarrer aus Rheinhausen sowie der spätere Superintendent in Moers, dessen Erfahrungen im kirchlichen Management ihm auch den Ruf eines „Gestalter[s] mit Geschick“ eintrugen.3 Blickt man auf die EKD-Bühne, so ließe …
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