Verburg, Drei-Religionen-Grundschule
Drei-Religionen-Grundschule - Versuch der Institutionalisierung religiösen und interreligiösen Lernens in einer jüdisch-christlich-islamischen Kooperation Von Winfried Verburg Die Begegnung von Menschen verschiedener Religionen von Angesicht zu Angesicht bezeichnet der Religionspädagoge Stephan Leimgruber als den „ ,Königsweg‘ für interreligiöses Lernen“1 . Dieser Königsweg wird in Schulen nur selten beschritten; denn entweder fehlen Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen der verschiedenen Religionen2 , oder, falls sie doch in der Schule leben und arbeiten, werden die Chancen, die schultägliche Begegnung von Menschen unterschiedlicher Religion für das Lernen sowohl der eigenen Religion als auch für das Lernen von Menschen anderer Religionen zu nutzen, nicht ergriffen, weil die bleibende Differenz in religiösen Fragen und Antworten dem Schulfrieden abträglich sein könnte und daher Religion aus dem öffentlichen Schulleben möglichst herausgehalten werden und in der Sphäre des Privaten verbleiben solle. Will man an einer Schule dennoch den Königsweg wählen, sind zwei Voraussetzungen zu schaffen: Man muss erstens dafür sorgen, dass …
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