Tröger, Die Sorben
Die Sorben VON KARL-WOLFGANG TRÖGER Die nationale Minderheit der Sorben in der Bundesrepublik Deutschland tritt außerhalb Sachsens und Brandenburgs nur selten in das Licht der Öffentlichkeit. Das ist umso bedauerlicher, als die Slawen in Mittel- und Ostdeutschland für die Geschichte dieser Region eine große Rolle spielen. Im Klappentext des Buches „Als die Wendengötter sterben sollten“ von Werner Meschkank-Mškank heißt es: „Es gibt keinen Grund, die wendischen Wurzeln länger zu verleugnen. In elf der sechzehn deutschen Bundesländer lebten vor eintausend Jahren autochthone, von den Deutschen zumeist als Wenden bezeichnete Slawen. 25 % der Deutschen, also rund 20 Millionen Menschen in unserem Land, sind Untersuchungen zufolge slawischer Abstammung. Doch nur in der Lausitz ist soviel Wendisches wie sonst nirgends erhalten geblieben.“1 Wer hierzulande die Bibliotheken nach dem Thema „Wenden und Sorben“ durchforstet, ist über die Fülle der Titel erstaunt, die sich mit der Geschichte und Kultur, mit Sprache, Religion und Brauchtum, Literatur …
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