Schwarz, Die Jesus Freaks – eine religiöse Jugendkultur
## **IX - 17.1 Die Jesus Freaks - eine religiöse Jugendkultur** STEFANIE SCHWARZ Religiöse Einordnung Die Jesus Freaks sehen sich selbst als freikirchliche Bewegung. Nicht in inhaltlichen, sondern in Stilfragen liegt der Unterschied zu anderen christlichen Gemeinschaften oder den großen Kirchen. Die Ausrichtung der Arbeit kann als christlich-evangelikal1 mit einer Offenheit für charismatische Gaben wie Gebet, Prophetie und Zungenrede bezeichnet werden. Damit lassen sie sich der „Neuen Religiösen Bewegung“ zuordnen, die Mitte der 1990-er Jahre in Deutschland entstanden ist. Diese zeichnet sich durch Radikalität im Glauben aus. Ihre Anhänger sehen sich als „wiedergeborene Christen“, die durch ein besonderes Erweckungserlebnis zum Glauben kommen, mit dem ein radikaler Lebenswandel einhergeht. Sie sind eine Jugendkultur, die die postmoderne Richtung aufgreift und die Erfahrung mit Gott radikal in den Mittelpunkt stellt. Aktiv gelebter Glaube, individuelles Erleben und Erfahren von Gott in der Gruppe sind für die Jesus Freaks zur Basis ihrer Religiosität geworden. Sie …
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