Sajak, Religionsunterricht, katholisch
Religionsunterricht, katholisch Von Clauss Peter Sajak Einleitung Als elementare Aufgabenbeschreibung für den katholischen Religionsunterricht hat sich seit Mitte der 1990er-Jahre die Formel von der „Beheimatung und Begegnung“1 eingebürgert, durchaus auch in Anlehnung an das evangelische Profil eines schulischen Religionsunterrichts, für das einige Jahre vorher bereits das Programmwort „Identität und Verständigung“ entwickelt worden war. Der evangelische Religionspädagoge Friedrich Schweitzer resümiert deshalb: „Da Kinder von früh auf anderen Kindern mit einer anderen oder auch keiner Religionszugehörigkeit begegnen, brauchen sie immer auch eine Begleitung im Sinne von Verständigung . Da Kinder zugleich aber auch noch nicht über eine religiöse Identität verfügen […], brauchen sie zugleich Möglichkeiten zu einer solchen Identitätsbildung .“2 Entsprechend sollen „Identitätsbildung und Verständigung bzw., um es mit den eher katholischen Begriffen zu sagen, Beheimatung und Begegnung miteinander verschränkt und parallel unterstützt werden.“3 Beheimatung und Begegnung markieren also im katholischen Bereich zwei religionspädagogische Prinzipien, die für einen schulpädagogisch verantworteten, aber religiös …
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