Roseneck, Jürgen Habermas über Religion
Jürgen Habermas on Religion
**I - 14.1.3 Jürgen Habermas über Religion** _**[Jürgen Habermas on Religion]**_ Von Michael Roseneck Zusammenfassung In Anlehnung an Durkheims Religionstheorie entwickelt Habermas in seinem Bezug auf das Religiöse in der Theorie des kommunikativen Handelns die Hypothese einer Versprachlichung des Sakralen, nach der die Adhärenz zu sozialen Normen sich vom zunächst noch rituell eingeübten Tabu in archaischen Gesellschaften im Zuge von Rationalisierungsprozessen zum Ergebnis verständigungsorientierter Kommunikation wandelt. Dabei agieren Religionen als ein Interpret der Versprachlichung des Sakralen, was exemplarisch an der Begriffsgeschichte des Menschenwürdekonzepts nachvollzogen werden kann. Markierte Würde vormalig noch den höherwertigen Status einer Person, war es Leistung des Judentums Würde an alle Menschen qua ihrer Gottesebenbildlichkeit zuzuteilen. Insbesondere angesichts medizintechnischer Erfindungen, durch die die personale Würde zur Disposition gestellt werde, ergebe sich ein auf für postsäkulare Gesellschaften normativ begründetes Interesse an den epistemischen Ressourcen religiöser Rede. Dementsprechend biete es sich im weltanschaulich neutralen Staat an, religiöse Überzeugungen im demokratischen …
Jürgen Habermas on Religion
No English summary available. Only title translated.
📖 Leseprobe
Die ersten Seiten dieses Artikels können Sie kostenfrei lesen.