Relebogilwe Kleinhempel, Scharf Da Silva, Kardezismus
Kardecism
**IX - 26.1 Kardezismus** _**[Kardecism]**_ Von Ullrich Relebogilwe Kleinhempel und Inga Scharf Da Silva Zusammenfassung Der Kardezismus kann als die bedeutendste spiritistische spirituelle Religionsgemeinschaft der Neuzeit betrachtet werden. Seine gegenwärtige Stärke beruht wesentlich auf seiner Verbreitung und gesellschaftlichen Verankerung, besonders im gehobenen Bürgertum in Brasilien. Seine kulturelle Bedeutung in Europa liegt wesentlich darin, dass er in besonderer Weise Vorstellungen, Ideen und spirituelle sowie therapeutische Praktiken aus der späten Aufklärung und Romantik aufgenommen und bewahrt hat. Zugleich ist er vom Empirismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geprägt. In seinem spiritistischen Aspekt, der für seine Glaubensvorstellungen und spirituelle Praxis zentral ist, ist er verbunden mit der kulturellen und wissenschaftlichen Gegenbewegung zur positivistischen „Entzauberung der Welt“, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart wirksam ist. Seine besondere Deutung der biblischen Zeugnisse stellt ihn in die neuzeitliche Rezeptionsgeschichte des Christentums. Im vorliegenden Artikel werden der geistesgeschichtliche Hintergrund des Kardezismus, seine Gründung …
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