Pilvousek, Katholische Kirche in der DDR
Katholische Kirche in der DDR Von Josef Pilvousek Wie sich katholische Kirche und Christen in einem politischen System verhielten, das als totalitär oder autoritär bezeichnet wird1 , und in dem jede Form von Religion auf dem „Müllhaufen der Geschichte“ enden sollte, wird u. a. Gegenstand der Darstellung sein.2 Waren es nur Elemente des Überlebens von Kirche, die sich allmählich herausbildeten und in einem Getto ihr Dasein fristeten oder hatte diese kleine Katholische Kirche in der DDR einen Modus gefunden, Kirche zu sein? Für eine solche Darstellung bieten sich zunächst kritische Rückblicke der in dieser Zeit agierenden Bischöfe auf die historisch abgeschlossene Epoche an. Der letzte Vorsitzende der Berliner Bischofskonferenz, der spätere Kardinal Georg Sterzinsky (1936-2011), erklärte wenige Monate nach dem Fall der Mauer: „Sie [die katholische Kirche] hat sich selbst sehr geschützt, wenn auch begrenzt auf die zwei Bereiche, Kult und Katechese [...] Wir werden noch viel überlegen müssen, worin …
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