Peters, Die „Königsgräber“ in Bonn als Beispiel der Roma-Grabkultur
Die „Königsgräber“ in Bonn als Beispiel der Roma-Grabkultur [The “royal tombs” in Bonn as an example of Roma burial culture] Ulrike Peters Zusammenfassung Monumentale Grabanlagen sind als ein wesentliches Kulturmerkmal der Roma, vor allem der Kalderasch, anzusehen. Ahnenverehrung bzw. Respekt vor den Toten sowie dem Totengeist ( mulo ) gebieten eine entsprechend würdevolle Bestattung im Rahmen der Großfamilie, bevorzugt in einer Gruft. Die Erinnerung an den Toten zeigt sich in der oft lebensechten Darstellung als Skulptur oder mittels fotomechanischer Ätztechnik auf dem Grabstein einschließlich der in seinem Leben wichtigen Dinge wie Musikinstrumente oder Autos. Geburtstag, Todestag und besonders Allerheiligen sind Gedenktage, die mit dem Besuch des Grabes verbunden sind. Vor allem zu Allerheiligen trifft sich die ganze Familie zum gemeinsamen Mahl mit ihren Verstorbenen am exorbitant geschmückten Grab. Die „Königsgräber“ von Bonn-Beuel sind nicht das einzige, aber eines der prägnantesten Beispiele der Roma-Grabkultur auf deutschen Friedhöfen. Auf dem Friedhof Bonn-Beuel …
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