Müller, Sport und Unsterblichkeit
**I - 20.3 Sport und Unsterblichkeit**[1] Von Arno Müller Der Tod hat noch keinen vergessen. Der Tod hat sich einmal den Arm gebrochen, und was war: Die Leut’ sind von selber gestorben. Schenkt man diesen Sprichwörtern Glauben, so ist die Unsterblichkeit lediglich eine vage Hoffnung - nicht mehr und nicht weniger. Goethe sieht bereits im reinen Umgang mit der Idee der Unsterblichkeit schon etwas Verwerfliches: „Die Beschäftigung mit Unsterblichkeitsideen ist für vornehme Stände und besonders für Frauenzimmer, die nichts zu tun haben. Ein tüchtiger Mensch aber, der schon etwas Ordentliches zu sein gedenkt und der daher täglich zu streben, zu kämpfen und zu wirken hat, lässt die künftige Welt auf sich beruhen und ist tätig und nützlich in dieser“.2 Geschichtlich betrachtet lassen bereits um 80.000 v. Chr. - die Zeit des Auftretens der Neandertaler in Europa - rituelle Begräbnisse auf einen Glauben an ein Leben nach dem Tod schließen. Insbesondere …
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