Meyer, Interreligiöses Lernen – evangelisch
Interreligiöses Lernen Interreligiöses Lernen - evangelisch Von Karlo Meyer Der Rahmen: Evangelischer Religionsunterricht als Beitrag zu einer pluralitätsfähigen Schule Der evangelische Religionsunterricht (RU) wird entsprechend den einschlägigen Denkschriften der Evangelischen Kirche in Deutschland zwar konfessionell bestimmt, aber nicht allein als binnenkirchliche Angelegenheit aufgefasst; vielmehr ist er für Schülerinnen und Schüler anderer Konfessionen oder Religionen offen (1994).1 Pointiert und ausgebaut wurde diese Sichtweise im Jahr 2014 mit einer Ausrichtung des RU als „Beitrag zur einer pluralitätsfähigen Schule“. Im Vorwort des Ratsvorsitzenden zur letztgenannten Verlautbarung heißt es: „Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, in einer pluralen Gesellschaft in gegenseitigem Respekt und friedlich zusammenzuleben. Dazu kann der Religionsunterricht einen entscheidenden Beitrag leisten. [...] In diesem Horizont treten die konfessionellen Differenzen zwischen den christlichen Kirchen zurück, während die Notwendigkeit wächst, sich im Dialog mit islamischen Glaubensüberzeugungen zu verständigen und mit atheistisch geprägten Haltungen auseinanderzusetzen.“2 Während in den 1960er-Jahren andere Religionen noch ein exotisches Optionsthema …
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