IV-3.16

Martens, Muslimische Wohltätigkeit

📅 2016 📄 28 Seiten

Muslimische Wohltätigkeit Von Silvia Martens Wohltätigkeit - religiöse Pflicht und soziale Verantwortung Islamische Quellen betonen die ethische Verantwortung der Muslime gegenüber ihren Mitmenschen und rufen zur Fürsorge für Witwen und Waisen, Kranke, Alte und Bedürftige auf. Dabei wird der Dienst am Menschen als Gottesdienst (ʽibāda) angesehen und untrennbar mit dem Glauben verbunden: Wer an den einen Gott glaubt, ist auch wohltätig, und wer nicht wohltätig ist, kann kein guter Muslim sein.1 Wohltätigkeit wird vor allem mit den Begriffen zakāt (obligatorische Armenabgabe) und ṣadaqa (freiwillige Gabe) assoziiert. Zu den klassischen Institutionen islamischer Wohltätigkeit gehören auch die sogenannten frommen Stiftungen (awqāf, Singular: waqf). In religiösen Schriften werden zahlreiche weitere Begriffe für Spenden und andere gute Taten gebraucht: z. B. al-iḥṣān (das Erweisen einer Wohltat), al-ʽamal al-ḫairī (das wohltätige Handeln), al-birr (die Güte, die fromme Gabe), al-infāq (die Geldspende) und al-kaffāra (die Ausgleichszahlung für eine Sünde). In diesem Beitrag stelle ich zunächst wichtige …

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