Langel, Aurobindo und der „Integrale Yoga“
Aurobindo und der „Integrale Yoga“ Von Helmut Langel _Entstehung_ Aravinda Ghosc wurde nach seinem Vornamen als Aurobindo bekannt und zu einer der wichtigsten Identifikationsfiguren des im 19. Jahrundert erwachten indischen Nationalismus. Er wurde am 15.8.1872 in Kalkutta als drittes von fünf Kindern in einer Kayastha-Familie geboren. Sein Vater, der indische Arzt Krishna Dan Ghose, war ein außerordentlich anglophiler Mann und ließ des halb seinen Sohn ganz nach westlichem Muster erziehen, frei vom indischen „Aberglauben“, wie er es nannte. Aurobindo erhielt ein Stipendium in Cam bridge. Trotz der ihn prägenden englischen Einflüsse setzte er sich auch mit seiner eigenen Kultur auseinander. Er begann, Sanskrit und Bengali zu lernen. Nach seiner Rückkehr nach Indien studierte er beim Maharaja von Baroda die indische Kultur (1893-1906). Aurobindo schloß sich militanten nationalisti schen Kreisen an und übte gleichzeitig Yoga-Meditation. Dieses Zwitterdasein „eines Pendelns zwischen politischer Agitation und Yoga-Meditation“ führte zu Konflikten mit den Behörden: „Ich …
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