Körtner, Rudolf Bultmann
Rudolf Bultmann Von Ulrich H.J. Körtner Leben und Werk Rudolf Bultmann (1884-1976) war einer der bedeutendsten protestantischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Von seinem Elternhaus und seinem Studium her war er durch die liberale Theologie geprägt, wurde jedoch eine der prägenden Gestalten der von Karl Barth (1886-1968) nach dem Ersten Weltkrieg begründeten Dialektischen Theologie. Berühmt wurde Bultmann vor allem durch sein Programm der Entmythologisierung des Neuen Testaments, das er 1941 in einem Vortrag über Neues Testament und Mythologie umriss. Mit diesem Vortrag löste Bultmann eine Debatte aus, die weit über die theologische Fachwelt hinausreichte und zu heftigen Kontroversen führte. Von den einen als Wegbereiter einer zeitgemäßen Bibelinterpretation gerühmt, wurde Bultmann von konservativen kirchlichen Kreisen als Häretiker verketzert. In den 1970er-Jahren ebbte die Entmythologisierungsdebatte ab. Längst gilt Bultmann als Klassiker der modernen Theologie und geradezu als Lehrer der evangelischen Kirche. Von Hause aus neutestamentlicher Exeget, gehört Bultmann zugleich zu den bedeutendsten Systematischen …
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