XIV-3.1.6.2

Könemann, Meuth, Religion und Öffentlichkeit

2017 28 Seiten

Religion und Öffentlichkeit. Mediale Interessenvertretung der katholischen und evangelischen Kirchen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Von Judith Könemann und Anna-Maria Meuth Ausgangssituation Das öffentliche Engagement der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland, wie auch in vielen westeuropäischen Ländern sieht sich seit geraumer Zeit mit scheinbar gegenläufigen Entwicklungen der religiösen Situation konfrontiert. Auf der einen Seite führen Säkularisierungsprozesse zu einer Verdrängung von Religion und Kirchen aus der öffentlichen Wahrnehmung und den politischen Einflusssphären. Auf der anderen Seite wird die weiterhin vorhandene Organisationsstärke und Attraktivität der Kirchen und christlichen Wohlfahrtsverbände betont und auf die Präsenz in den Medien und das Interesse an religiösen Großereignissen verwiesen. Gleichzeitig haben die vielfältigen Auseinandersetzungen um Religion und um die Migrationsprozesse mit den damit verbundenen (religiösen) Pluralisierungsprozessen in den vergangenen Jahrzehnten wieder zu einer steigenden öffentlichen Aufmerksamkeit gegenüber Religion geführt. Unabhängig von der jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklung haben die christlichen Kirchen schon seit jeher den Anspruch …

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