Klöcker, Epochen der deutschen Kirchengeschichte
Epochen der deutschen Kirchengeschichte Von Michael Klöcker Mit namentlich unbekannten Missionaren beginnt die Kirchcngeschichtc im Gebiet des heutigen Deutschlands. Das erste Zeugnis für christliche Gemein den findet sich bei Irenäus von Lyon (Bischof und griechisch schreibender Kir chenlehrer, gest. um 202 in Gallien): Er erwähnt „Gemeinden, die in den ger manischen Provinzen“ des römischen Imperiums „bestehen“. Überreste von „Kapellen“ und Kultcinrichtungen erlauben den Schluß, daß dort Totengedenken im Sinne der Märtyrerverehrung stattgefunden hat. In der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts trug die begünstigende Reichsgesetzgebung Kaiser Konstantins dazu bei, daß der Organisationsaufbau, Kirchenbauten und die Mission auf dem Lande staatlichen Schutz erhielten. Die erste Gliederung der Kirche erfolgte nach der römischen Provinzcintcilung (Provinz Raetien = Donaugebiet, Pro vinz Belgica = Mosel- und Maasgebiet, Provinz Untergermanien = Niederrhein, Provinz Obergermanien = Ober- und Mittelrhcin). Mit dem verstärkten Ein bruch der Germanen seit der Mitte des 4. Jahrhunderts verminderte sich hier aber die …
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