III-5.2

Katlewski, Organisationsformen des Judentums – Die Rabbiner

📅 1997 📄 2 Seiten

Die Rabbiner Die qualifizierten religiösen Autoritäten und Lehrer im Judentum sind die Rab­ biner, eine Bezeichnung, die sich herleitet von hebr. Rabbi, „mein Meister“. Galt der Rabbiner bis zur Emanzipation (siehe III - 6.2) als Lehrer und Richter der Gemeinde, als uneingeschränkter Führer derselben, so hat zunächst der Chassidismus in Osteuropa diese seine Autorität erheblich in Frage gestellt. Die Anhänger der neuen Bewegung scharten sich um ihre eigenen charis­ matischen Führer, die Zaddikim (die „Gerechten“), von denen eine mystische Union mit Gott angenommen wurde. Sie stellen eine Verbindung zwischen Himmel und Erde her und benutzen ihre außergewöhnlichen Kräfte zum Wohle der Gemeinschaft. Napoleons „Großer Sanhedrin“ von 1806, welcher zur Ein­ richtung von „Konsistorien“ führte, schwächte das bis dahin unabhängige Rab­ binat. Die Reformbewegung in Deutschland ließ im 19. Jh. einen neuen Typus des Rabbiners entstehen, der - in Analogie zum christlichen Pfarrer und Prie­ ster - nun auch spiritueller Führer …

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