III-5.1

Katlewski, Organisationsformen des Judentums – Die Gemeinden

1997 2 Seiten

Organisationsformen des Judentums Organisationsformen des Judentums Die Gemeinden An dieser Stelle sollen nur allgemeine und grundsätzliche Ausführungen fol­ gen, zum Judentum in Deutschland möge der Leser unter Punkt 6 schauen. - Die zentrale religiöse Institution des Judentums ist die Synagoge, hehr. Bet haKenesset, „Haus der Versammlung“, die möglicherweise aus derZeit des Baby­ lonischen Exils stammt. Die chassidischen Synagogen führen die Bezeichnung Sr/M,während in Deutschland im Mittelalter auch die Bezeichnung Schul und in Kreisen der Reform auch Tempel benutzt wurde. Wie zuletzt im Mittelalter üblich war, so fungieren auch heute wieder in westlichen Ländern, vor allem aber in Nordamerika, die meisten Synagogen als soziale Gemeinschaftszentren. Die zu einer Synagoge gehörenden Mitglieder bilden die Kehilla, („Gemein­ de“) eine Bezeichnung, die in einer breiten Bedeutung auch die gesamte jüdi­ sche Gemeinschaft bezeichnen kann. Ein Äquivalent ist Kahal („Publikum“, „Gemeinde“) oder Eda („Gemeinde“, „Gemeinschaft“). Letztere Bezeichnung wird z.B. in Jerusalem von den Ultra-Orthodoxen gewählt, …

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