III-6.2

Katlewski, Das deutsche Judentum nach der Aufklärung

📅 1997 📄 5 Seiten

Das deutsche Judentum nach der Aufklärung Auch wenn die Aufklärung, gewissennaßen die Befreiung aus der Hand des Dogmas, nicht auf deutschem Boden entstanden ist, so wird doch Moses Men­ delssohn (1729-1786), der Freund von Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) als „Vater der Haskala“, d.h. der Aufklärung angesehen. Obgleich von Haus aus ein orthodoxer Jude, der er sein Leben lang auch blieb, war er der erste überhaupt, der eine Definition von Aufklärung in der Berlinischen Monats­ schrift vom September 1784 veröffentlichte. Im Gegensatz zu Immanuel Kant (1724-1804) und anderen, die folgen sollten, ging es ihm nicht nur um die Befreiung des Verstandes aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, son­ dern gleichzeitig auch um die sozio-kulturelle Verortung der Aufklärung. Als ein theoretisches Konzept bedarf die Aufklärung der sozialen Strukturen von Kultur. Mendelssohn öffnete sich der deutschen Sprache - diese sollte er dann selbst meisterhaft beherrschen - und der deutschen Geisteskultur und ermöglichte damit dem Judentum …

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