Jonas-Märtin, Jüdische Frauen – Organisationen und Bewegungen in Deutschland nach 1945
Jüdische Frauen - Organisationen und Bewegungen in Deutschland nach 1945 Von Esther Jonas-Märtin Anders als in den christlichen Organisationen gab es in den jüdischen nach 1945 kaum eine Kontinuität. Das galt auch für die Frauenorganisationen. Die Strukturen waren zerstört. Die in Deutschland verbliebenen Aktivistinnen des Jüdischen Frauenbundes, Cora Berliner (1890-1942) und Hannah Karminski (1897-1943), waren, wie viele andere Menschen, deportiert und ermordet worden. Von denen, die rechtzeitig emigrierten, kamen nur ganz wenige wieder nach Deutschland zurück. Dennoch gelang es Jüdinnen, nach 1945 an die Frauenorganisationen und deren Inhalte vor 1945 anzuknüpfen. Neben den fest gefügten Organisationen schufen Frauen - besonders seit den späten 1960er- und 1970er-Jahren - auch alternative Strukturen, die sowohl feministische Impulse in sich trugen, als auch das Bedürfnis, jüdische Identität in Deutschland neu zu definieren. WIZO (Women’s International Zionist Organization) Als erste jüdische Frauenorganisation etablierte sich die WIZO. Seit 1946 entstanden in den Lagern der „Displaced Persons“ …
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