Illert, Orthodoxe Christen in Deutschland – eine Migrationsgeschichte
Orthodoxe Christen in Deutschland - eine Migrationsgeschichte Von Martin Illert Phasen der Migration orthodoxer Christen nach Deutschland Als „orthodox“1 bezeichnet der vorliegende Beitrag die Gemeinschaft der 14 Kirchen, deren Ehrenoberhaupt der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel ist, welche die sieben ökumenischen Konzile anerkennen und die in der sogenannten „Panorthodoxie“ zusammenwirken.2 Seit der frühen Neuzeit gab es in Deutschland eine durch dynastische, ökonomische und akademische Verbindungen gespeiste orthodoxe Diaspora, die nach 1917 durch einen Zustrom von Emigranten aus Russland bzw. der Sowjetunion und nach 1945 durch einen weiteren Zustrom vor allem aus der Ukraine anwuchs. Während sich die orthodoxe Präsenz in der DDR auf russisch-orthodoxe Gemeinden in Ost-Berlin (Sitz des Exarchats), Potsdam, Dresden, Leipzig und Weimar beschränkte, die unter der Jurisdiktion des Moskauer Patriarchates standen,3 war die Situation im Westen differenzierter:4 Nachdem 1960 das Königreich Griechenland und die Bundesrepublik Deutschland ein Abkommen über die Anwerbung griechischer Arbeitnehmer für den deutschen Arbeitsmarkt geschlossen …
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