Homolka, Neuanfang und Rückbesinnung. Das liberale Judentum in Deutschland nach der Schoa
New Beginnings and Recollections. Liberal Judaism in Germany after the Shoah
III - 6.3.3 Neuanfang und Rückbesinnung. Das liberale Judentum in Deutschland nach der Schoa [New Beginnings and Recollections. Liberal Judaism in Germany after the Shoah] Walter Homolka Zusammenfassung 2022 feierten wir 250 Jahre liberales Judentum.1 Dafür ausschlaggebend ist ein Responsum Moses Mendelssohns vom 9. Juni 1772 zur Frage der schnellen Beerdigung, das zur Wegscheide zwischen Traditionalisten und Modernisten wurde: Mendelssohn plädierte damals im Sinne von Akkulturation und im Geiste der Reform für ein Überdenken des überkommenen Brauchs. Der Eintritt der deutschen Judenheit in die Moderne eröffnete Freiräume, die im Judentum die heute bekannten Strömungen hervorbrachte. Ziel war, Tradition und Moderne in die Balance zu bringen. Von Deutschland aus verbreitete sich die jüdische Reformbewegung Mitte des 19. Jahrhunderts nach Nordamerika, wo das liberale Judentum ebenso wie im Deutschen Reich bald zur dominanten jüdischen Denomination wurde. Nach der Schoa fanden sich liberale Juden und Jüdinnen in Deutschland als Minderheit in der Minderheit …
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