II-4.2.5

Henrix, Dialog zwischen Judentum und Christentum

📅 2012 📄 28 Seiten

Dialog zwischen Judentum und Christentum Von Hans Hermann Henrix Der christlich-jüdische Dialog der Gegenwart wird auch Dialog „nach Auschwitz“ genannt. Diese Ortsangabe enthält eine Zeitansage: Es ist ein Dialog, der sich grundlegend von den Jahrhunderten der „Disputationen und Polemiken“1 unterscheidet, die sich zwischen Christentum und Judentum ereignet und zum Abgrund von Auschwitz beigetragen haben. Der Dialog der Gegenwart zwischen beiden Gemeinschaften steht im Schatten jahrhundertelanger Vorgeschichte. Mit der Vorgeschichte heutiger Beziehung melden sich eine schwere Last und ein verstörtes Langzeitgedächtnis. Dieses Gedächtnis bewahrt ungezählte Erinnerungen eines missglückten „Gesprächs“ und hält Gegenmodelle zu einem offenen Dialog bereit. Das Gedächtnis speist seine Intensität aus Leidenserfahrungen, in denen jüdische Geschichte nicht aufgeht, aber an denen sie reich ist. Ein solches Gedächtnis ist nicht in jedem Fall historisch „korrekt“ und weiß manchmal wenig um neutrale oder gar freundliche christlich-jüdische Beziehungen, die es in den unterschiedlichen Epochen und verschiedenen Regionen auch gegeben hat. Es ist …

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