II-5.12

Hannemann, Bruno Gröning (1906–1959) und Nachfolgegruppen

2020 28 Seiten

II - 5.12 Bruno Gröning (1906-1959) und Nachfolgegruppen [Bruno Gröning (1906-1959) and Successor Groups] Von Tilman Hannemann Zusammenfassung Bruno Gröning (geb. Grönkowski) war ein spiritueller Heiler, der in Deutschland von 1949 bis zu seinem Tode (1959) wirkte. Als Vermittler eines sogenannten „Heilstromes“ führte er performative Fern-, Massen- und Einzelheilungen durch, hielt „Glaubensvorträge“ und plante den Aufbau eines Verbundes von „Heilstätten“. Grönings Aktivitäten riefen gespaltene Reaktionen in der deutschen Öffentlichkeit hervor, in denen er entweder als Scharlatan abgeurteilt oder apologetisch zum Vorboten eines neuen Zeitalters stilisiert wurde. Der Umgang mit Presse und Rundfunk, ferner juristische, finanzielle und medizinische Konflikte prägten sowohl die Rhetorik wie auch das Vokabular Grönings und seiner Anhänger. Seine Heilungswirkungen wurden einerseits über christlich beziehungsweise theosophisch beeinflusste Kraftmodelle, andererseits mithilfe naturwissenschaftlich-technischer Metaphern plausibilisiert. Beginnend mit Grönings ersten Auftritten in Herford erfolgten diverse Versuche einer Etablierung von Unterstützervereinen. Zwei Gruppierungen, der 1958 gegründete Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher …

Schlagwörter: Bruno Gröning, Heilung, Medizin, Spiritualität

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