Gotzmann, Die „Körperliche Renaissance der Juden“
The Physical Renaissance of the Jews
I - 20.5 Die „Körperliche Renaissance der Juden“.1 Juden und Sport. [The Physical Renaissance of the Jews. Jews and Sports.] Von Andreas Gotzmann Zusammenfassung Die jüdische Sportbewegung war Teil des allgemeinen Säkularisierungsprozesses jüdischer Identität. Im Rahmen der Emanzipationsdebatten und der Debatten um „Deutschtum und Judentum“ erhielten Fragen nach der Erkennbarkeit, der Leistungsfähigkeit und Andersartigkeit jüdischer Körper zunehmend an Bedeutung. Mit Bezügen zu vormodernen anti-jüdischen Stereotypen insbesondere der christlichen Theologie entwickelten sich virulente Vorstellungen jüdischer Körperlichkeit. Eine zusätzliche Dynamik erhielt dieser Ausgrenzungsdiskurs im Rahmen neuer medizinischer Diskurse, insbesondere durch verwissenschaftlichte Rassentheorien, die gruppenspezifische Degenerationserscheinungen festschrieben. Über die Integration gesamtgesellschaftlicher Sichtweisen seitens der sich verbürgerlichenden jüdischen Bevölkerung wurden diese Vorstellungen feste Bestandteile einer säkularen jüdischen Selbstwahrnehmung, die sich weitgehend von Religion und kulturellem Wissen ablöste, und für ein jüdisches nationales Selbstverständnis kennzeichnend blieben. Schlagwörter: Emanzipation (von Juden), Identitätsdiskurs (jüdischer), Jüdischer Sport, Jüdische Turnvereine, Körperästhetik (jüdische), Militarisierung, Rassismus (Rassentheorie), Wehrtauglichkeit (von Juden), Zionismus/Jüdischer …
The Physical Renaissance of the Jews
Jews and Sports
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