Enders, Der Datenatlas zur religiösen Geographie im protestantischen Deutschland
Der Datenatlas zur religiösen Geographie im protestantischen Deutschland. Ein Beitrag zur Erforschung der Kirchlichkeit und kirchlichen Frömmigkeit des 19. und 20. Jahrhunderts Von Claudia Enders In der historischen Protestantismusforschung sind Untersuchungen einer historisch geprägten sozialen und kulturellen Praxis einer Religion eine durchgängige Untersuchungsprämisse. Mit dem „Datenatlas zur religiösen Geographie im protestantischen Deutschland“ liegt seit 2001 erstmalig eine statistische Erhebung vor, die systematisch die „Äußerungen des kirchlichen Lebens“ der protestantischen Landeskirchen und ihrer Kirchenkreise erschließt. Damit steht der Datenatlas zunächst in einer Reihe älterer wissenschaftlicher Forschungsansätze in Deutschland: Zum einen in der vor allem von Herderund der Romantik ausgehenden religiösen Volkskunde und zum anderen der ins 18. Jh. zurückreichenden kirchlichen Statistik. Das Bedürfnis nach statistischen Erhebungen in den protestantischen Landes kirchen wurde durch den Befund seit dem ausgehenden 18. Jh. motiviert, daß die kirchliche Zeitbestimmung durch eine Vision bestimmt wurde, die die Zeichen eines religiösen Niedergangs aufkommen sah: es drohten Abfall …
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