Egeler, Matronenkultorte in Deutschland
Matronenkultorte in Deutschland[1] Von Matthias Egeler Einführung: die Matronen Bei den Matronen (lat. Matronae , Matrae , Matres : „Mütter“) handelt es sich um eine große Gruppe „mütterlicher“ Gottheiten, deren Kult seine Blütezeit etwa vom 1. / 2. bis zum 4. Jahrhundert nach Christus erlebte und aus einer Verschmelzung keltischer, germanischer und römischer Elemente hervorgegangen ist. Ein geografischer Schwerpunkt des Matronenkults lag dabei in der keltischgermanischen Kontaktzone am Rhein, insbesondere in den Siedlungsgebieten der Ubier links des Rheins und hier gerade in der Eifel; nach der Zahl der ihnen gewidmeten Weihungen stellten die Matronen in diesem Gebiet in römischer Zeit die mit weitem Abstand meistverehrte Kategorie von Gottheiten dar. Der Matronenkult war jedoch keineswegs auf das Rheingebiet beschränkt, sondern fand innerhalb der Grenzen des Römischen Reiches eine weite Verbreitung, die von Nordafrika und Südspanien bis zum Hadrianswall in Nordengland reichte; eine besondere Häufung von Matronenweihungen außerhalb des Rheingebiets ist in …
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