I-23.10

Egeler, Landschaft und Religion: Versuch einer Verhältnisbestimmung

2016 28 Seiten

Landschaft und Religion: Versuch einer Verhältnisbestimmung Von Matthias Egeler Nachdem die Religionswissenschaft über weite Teile des 20. Jahrhunderts in höchstem Maß auf die Analyse von Texten und von (sprachlich formulierten und in Texten niedergelegten) Gedankengebäuden fokussiert gewesen war, kam es in der deutschsprachigen Religionswissenschaft nicht zuletzt mit der Begründung des Programms einer „Religionsästhetik“ durch Hubert Cancik und Hubert Mohr (1988) ab den späten 1980er-Jahren, und insbesondere mit dem Beginn einer breiteren Rezeption dieses Programms seit der Jahrtausendwende, zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit „dem sinnlich Wahrnehmbaren an der Religion“.1 Der vorliegenden Skizze liegt die Annahme zugrunde, dass eine der größten Arenen der sinnlich wahrnehmbaren Aspekte von Religion in der Einbettung des religiösen Lebens in den physischen geografischen Raum zu finden ist - sprich: in der Einbettung von Religionen in ihre jeweiligen Landschaften. Auf den folgenden Seiten soll daher der Versuch unternommen werden, auf theo retischer Ebene eine näherungsweise systematische Bestimmung des …

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