I-23.8

Egeler, Kultzentren der Wikingerzeit im Gesichtskreis der deutschen Mission und Geschichtsschreibung

2016 18 Seiten

Kultzentren der Wikingerzeit im Gesichtskreis der deutschen Mission und Geschichtsschreibung[1 ] Von Matthias Egeler Der Blick des Südens Mit dem Beginn der Wikingerzeit, traditionell gleichgesetzt mit der Plünderung des nordenglischen Inselklosters Lindisfarne im Jahr 793, traten die Völker Skandinaviens in einer damals gänzlich unerwarteten Weise in das Gesichtsfeld des Südens. Dieser Süden, der sich in einer allzu handfesten Art plötzlich mit einem zuvor völlig unbekannten Problem auseinanderzusetzen hatte, umfasste mit der bald folgenden Ausweitung der Aktivitäten der nordischen Freibeuter, Plünderer, Händler und Siedler, die man heute gemeinhin unter dem Begriff der „Wikinger“ zusammenfasst, bald auch das Gebiet des späteren Deutschlands. Der südliche Blick, der sich von hier aus auf den Norden richtete, umfasste auch Perspektiven auf das religiöse Leben des noch „heidnischen“ Skandinavien. Anders als die „südöstlichen“ Perspektiven arabischer Schriftsteller des Mittelalters, die sich mitunter einer erstaunlich vorurteilsfreien Religionsethnologie annähern konnten, war der „südwestliche“ deutsche Blick auf die altskandinavische Religion …

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