II-1.2.17

Ebertz, Kirchenkundenvielfalt und soziokulturelle Milieus

2006 14 Seiten

KIRCHENKUNDENVIELFALT UND SOZIOKULTURELLE MILIEUS Kirchenkundenvielfalt und soziokulturelle Milieus II - 1.2.17 MICHAEL N. EBERTZ Die kommunikative Anknüpfungschance für die katholische Kirche in Deutschland liegt faktisch nicht mehr im generalisierten, insbesondere durch familiale und nachbarschaftliche Kontrolle gestützten Gehorsam gegenüber den so genannten Kirchengeboten. Gefragt sind deshalb neue Chancen der Kommunikation der Frohen Botschaft jenseits der Gehorsams - erwartung und jenseits des aufgelösten konfessionellen Milieus. Aktuell wird sondiert, ob an die Stelle der alten weltanschaulichen Milieus nicht - durch die Sozio logie erschließbare - neue gesellschaftliche Milieubildungen getreten sind, deren Kenntnis für das „Marketing“ der Kirche und ihrer Unterorganisationen hilfreich sein kann. In den letzten beiden Jahrzehnten hat in den Sozialwissenschaften die Erforschung von „Milieus“ an Bedeutung gewonnen - in Erweiterung, wohl nicht Ersetzung von überkommenen Konzepten sozialer Schichtung, die immer weniger „greifen“, weil sich die gesellschaftlichen Strukturen gewandelt haben.1 Der bahnbrechenden empirischen Studie von Gerhard Schulze zufolge werden unter sozialen Milieus …

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