Dommel, Religion und religiöse Unterschiede als ÖWeltwissen im Kindergarten
Religion und religiöse Unterschiede als „Weltwissen“ im Kindergarten CHRISTA DOMMEL Die Frühpädagogik in Europa befindet sich in einem radikalen Umbauprozess: Das Verhältnis zwischen den beiden Aufträgen der Kindertageseinrichtungen - Pädagogik für das Kind einerseits, Betreuung als Dienstleistung für die Familien andererseits - wird derzeit neu ausbalanciert. Dabei findet der erste Aspekt durch das „Kinderrecht auf Bildung“1 mehr Beachtung als bisher, verbunden mit einer stärkeren Einbeziehung der Eltern in die Pädagogik.2 In manchen EU-Staaten sind Kindergärten und vorschulische Einrichtungen bereits offiziell den Bildungsbehörden zugeordnet (Spanien, Schweden, England), parallel dazu findet eine organisatorische Vernetzung verschiedener Ressorts (z.B. Bildung, Soziales, Gesundheit) statt, die die sozialen Voraussetzungen für Bildungserfolg und gesellschaftliche Partizipation in den Blick nimmt. Kindertageseinrichtungen werden in diesem Zusammenhang immer mehr zu Stadtteilzentren und Knotenpunkten für generationenübergreifende Gemeinwesenarbeit (Children Centres, Familienzentren). Die Europäische Kommission formulierte 1996 als Qualitätsziel die ausdrückliche Wertschätzung religiöser Pluralität: Die Familie, das Zuhause, die Sprache, das kulturelle Erbe, …
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