I - 14.2.1

Die evangelische Kirche in der DDR

Autoren: Fitschen, Klaus
📅 1991

📝 Zusammenfassung

Die evangelische Kirche in der DDR (Landes- wie Freikirchen) war neben der katholischen Kirche die einzige Institution, die nicht vom Staat gleichgeschaltet war und in der eine gewisse Resistenz gegenüber dem Totalitätsanspruch der marxistischen Ideologie möglich war. Versuche der SED-Diktatur, die Kirche zu kontrollieren, zu spalten und aus der ...ffentlichkeit zu verdrängen, konnten in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen abgewehrt werden, auch wenn es hier und da Parteigänger des Staates in den Kirchen gab. Nach einer an Verfolgung grenzenden Lage in den 1950er Jahren musste man sich kirchlicherseits nach dem Mauerbau in einem Staat einrichten, der keine Ausweichmöglichkeiten mehr bot. Die Spaltung der gesamtdeutschen EKD am Ende der 1960er Jahre führte zur Bildung eines Bundes der Landeskirchen in der DDR, der sich in den 1970er Jahren auf den Synoden des Kirchenbundes programmatisch neu orientierte. Konfliktfelder zwischen Staat und Kirche waren in der gesamten Zeit der DDR die Religionsfeindlichkeit des Schulwesens, die Militarisierung der Gesellschaft, die Verdrängung der Religion aus der ...ffentlichkeit und die Einschränkungen der Religionsfreiheit des Einzelnen. Schlüsseldaten: 1949 (Verfassung der DDR mit Garantien für die Kirchen, die nur auf dem Papier bestanden); 1958 (äKommuniqué zwischen dem Staat und der Kirche, die vor allem von dem staatsfreundlichen Thüringer Bischof Moritz Mitzenheim repräsentiert wurde)

📝 Summary

1976 (Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz)

🏷️ Schlagwörter

DE 1969 (Verfassung des Kirchenbundes)