Der Jakobsweg zwischen Bad Feilnbach und Großholzhausen (Landkreis Rosenheim, Oberbayern)
📝 Zusammenfassung
Der Beitrag illustriert das Potenzial eines Zugangs zu äReligion" aus einer Landschaftsperspektive am Beispiel eines Abschnitts des deutschen Jakobswegenetzes. Spezifisch wird die etwa sechs Kilometer lange Wegetappe von Bad Feilnbach bis Großholzhausen im oberbayrischen Voralpenland behandelt. Anstelle einer traditionelleren äkonfessionellen" Materialauswahl wird das untersuchte Material nach dem Kriterium seiner physischen Präsenz im geografisch definierten Landschaftsausschnitt ausgewählt. Dabei zeigt sich, dass an dieser Etappe des Jakobswegs ein auffallend breites Spektrum von Zugängen zu äReligion" physisch- visuell fassbar wird. Die Breite dieses Spektrums macht deutlich, welches Potenzial eine Annäherung an äReligion" von der Landschaft – oder allgemeiner von ihrer Präsenz im Raum – her haben kann: Eine Betrachtung von äReligion" aus einer Raumperspektive kann dabei helfen, einen Querschnitt durch das religiöse Feld zu gewinnen, der gerade das Neben- und Miteinander von Strömungen herausarbeitet, die ansonsten als weit voneinander entfernte, vielleicht sogar völlig voneinander getrennte Aspekte dieses Feldes erscheinen könnten.
📝 Summary
Drawing on the example of a German section of the Camino de Santiago, the contribution illustrates the potential of an approach which studies ÔreligionÖ from a landscape perspective. Specifically, it draws on the example of a six kilometre stretch between two villages in the foothills of the Alps in Upper Bavaria: Bad Feilnbach and Großholzhausen. Instead of selecting its material along more traditional ÔdenominationalÖ lines, the approach suggested here defines its corpus by using the criterion of physical, visual presence in a geographically defined section of the landscape. Employing such an approach, it becomes apparent that this stretch of the Camino showcases a remarkably broad spectrum of contemporary religion. The breadth of this spectrum shows the potential of a landscape approach to religion, or more generally an approach that focuses on the presence of religion in space. A study of religion from such a spatial perspective can help to get a cross-section of the religious spectrum which highlights the coexistence and interdependence of religious currents that otherwise might have been viewed as largely unrelated or even entirely distinct.
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