Ceylan, „Braindrain“ aus Moschee-Gemeinden
„Braindrain“ aus Moschee-Gemeinden - Vom muslimischen „Gastarbeiter“ zu Elite-Gemeinden in Deutschland? Von Rauf Ceylan Einleitung Seit den 1970er-Jahren ist die Zahl der Moschee-Vereine in Deutschland stark angestiegen. Diese Strukturen sind das Ergebnis von Bürgerinitiativen der sogenannten Gastarbeiter in den 1970er-Jahren, die ihre Rückkehr in die Herkunftsländer zunächst verschoben hatten und allmählich damit begannen, sich in Deutschland zu etablieren. Seither existieren etwa 2500 solcher Gemeinden hierzulande, wobei sich die Architektur, Sozialstruktur und die Funktion dieser religiösen Einrichtungen im Laufe von vier Jahrzehnten geändert haben. Zu diesem Transformationsprozess zählt nicht nur der Generationswechsel und der zunehmende Einfluss der muslimischen Frauen, sondern auch die Abspaltung der muslimischen Akademiker aus den traditionellen Gemeinden, die bundesweit ihre eigenen Parallelstrukturen aufbauen. Dieser Prozess ist sehr ambivalent: Zum einen entstehen hochqualitative muslimische Strukturen, zum anderen ergibt sich die Gefahr, die Bindung an die und somit den Einfluss auf die muslimische Basis zu verlieren. In der vorliegenden Abhandlung …
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