Cakir, Feindbild Islam – antiislamischer Ethnizismus
Feindbild Islam - antiislamischer Ethnizismus Von Naime Cakir Der muslimische Gast-Arbeiter Der Islam ist in Deutschland angekommen. Offensichtlich gehört er mittlerweile zu Deutschland, wie selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel im Januar 2015 betonte1 , die für diese Bemerkung jedoch nicht nur Beifall erntete. War es zunächst die Gastarbeiter-Generation der „Pioniermigranten“ in den 1960er- und 1970er-Jahren aus muslimisch geprägten Ländern, die sich zu dieser Religion bekannten, so sind es heute nicht nur deren in der Residenzgesellschaft geborenen Nachkommen, sondern auch Menschen, die deutsche Vorfahren haben. In den ersten 20 Jahren der Migration spielte die Religiosität des Gastarbeiters der ersten Generation zunächst eine marginale Rolle für das „Eigen-Kulturelle“ der Residenzgesellschaft, da der muslimische Gastarbeiter seinen Glauben, wenn überhaupt, abseits in seiner provisorischen Unterkunft (und später in den typischen Hinterhofmoscheen) praktizierte. Nun haben die Gäste und insbesondere ihre Nachkommen schon längst die ihnen zugewiesene Gastrolle verlassen, die sie in den 1960er- und 1970er-Jahren …
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