I-13

Biener, Politische Karikaturen und Religion

📅 2006 📄 25 Seiten

Politische Karikaturen und Religion HANSJÖRG BIENER Die gemeinsame Tradition als Reservoir für den Witz Unter Karikaturen versteht man durch überraschende Bezüge und Rahmungen und/oder Überzeichnungen als witzig empfundene zeichnerische Kommentare zu zeitgenössischen Personen, aktuellen Ereignissen oder gesellschaftlichen Zuständen. Ob eine Karikatur als bösartig oder scharfsinnig empfunden wird, hängt nicht nur von ggf. eindeutigen Vorgaben des Karikaturisten ab, sondern auch von der Perspektive und Betroffenheit der Betrachtenden. Die Karikatur setzt voraus, dass die Betrachter mit den dargestellten Personen und Inhalten einigermaßen vertraut sind. Dies schränkt die Möglichkeiten der massenmedialen Karikatur durchaus ein, und das zunehmend, wie „der wohl bekannteste politische Karikaturist aus dem deutschsprachigen Raum“, Horst Haitzinger, 2004 meinte: „Die Metaphern findet er in Märchen, Sagen, Balladen, in der Bibel, bei Schriftstellern und Malern oder im Alltagsleben: Ehe und Familie, Krankheit, Verkehr, Jagd und Sport. Wie jeder Satiriker ist er dabei auf das Vorwissen seiner Kundschaft angewiesen. Der Betrachter muss die …

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