Bauschke, Der jüdisch-christlich-islamische Trialog
## **II - 4.2.17 Der jüdisch-christlich-islamische Trialog** Martin Bauschke Einleitung: Der Trialog im Übergang Am 1. April 2015 wurde unter großem Andrang die bislang weltweit einzigartige Ausstellung „Ein Gott - Abrahams Erben am Nil“ im Berliner BodeMuseum eröffnet. Es wird das über weite Strecken friedliche Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen in Ägypten dokumentiert, von der Antike bis ins Mittelalter, ergänzt durch Filme, die das Miteinander heute beschreiben. Juden, Christen und Muslime bildeten über Jahrhunderte hinweg im Grunde eine gemeinsame monotheistische Kultur und Wertegemeinschaft in Ägypten. Seit jeher aßen Ägypter dasselbe Essen, trugen dieselbe Kleidung, verwendeten dieselben Gerätschaften im Alltag oder in den Gotteshäusern, arbeiteten in denselben Werkstätten zusammen, waren gemeinsam demselben Lebens-, Arbeitsund Festzyklus unterworfen, die der Nil allen Bewohnern vorgab. Oft feierten sie ihre religiösen Feste (gegen den Willen der jeweiligen religiösen Autoritäten) zusammen, sie verehrten dieselben biblischen und koranischen Gestalten (z. B. Josef, Mose, Erzengel Gabriel), sie …
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