Zotz, Friedrich Fenzl – Ein buddhistischer Sozialethiker
## **XV - 1.4.2 Friedrich Fenzl - Ein buddhistischer Sozialethiker** Volker Zotz Einleitung „Wir modernen westlichen Menschen nehmen alles zu selbstverständlich. In unserem Ich-Dünkel, in unserer faustischen Überheblichkeit der scheinbaren völligen Unabhängigkeit und des präpotenten Anhaftens an unserer irdischen Allmacht, übersehen wir eine wichtige Eigenschaft echter Religiosität, die mit einem Wort umschrieben wird, das vielleicht in den Ohren vieler unserer Zeitgenossen altmodisch, aus der Mode gekommen klingen mag: nämlich Demut.“1 Der Österreicher Friedrich Fenzl (1932-2014), der hier Bescheidenheit und Hingabe als Aspekte einer religiösen Haltung betont, nimmt im 20. Jahrhundert einen besonderen Platz unter den Buddhisten des deutschen Sprachraums ein. Über Jahrzehnte war er ein Vermittler des Mahāyāna, als dieses in Europa unter buddhistisch Interessierten noch kaum ein Echo fand. Untypisch für westliche wie asiatische Buddhisten seiner Zeit propagierte Fenzl eine sozial engagierte und auf den Dienst am Nächsten fokussierte Religiosität, für die er als Aktivist und in Schriften eintrat. …
📖 Leseprobe
Die ersten Seiten dieses Artikels können Sie kostenfrei lesen.