XV-1.1.1

Kirste, Teresa von Ávila

2015 12 Seiten

Von Reinhard Kirste Allgemeines Teresa Sanchez de Cepeda y Ahumada, Teresa von Ávila (1515-1582), spielt in der Geschichte der christlichen Spiritualität eine herausragende Rolle, und zwar im Blick auf ihre eigene Frömmigkeit und den wirkungsgeschichtlichen Fortsetzungen.1 Ihre Beschreibungen des geistigen Lebens, die intensiven Gebetserfahrungen stellt sie als Entwicklung in der Gottesbegegnung im Angesicht Jesu dar. Sie nannte sich darum selbst Teresa de Jesús. Aber nicht nur ihre spirituelle Intensität war phänomenal. Trotz vieler Krankheiten entwickelte sie eine immense Aktivität, die sie eine Reihe weiterer Klöster gründen ließ. Von Papst Paul VI. wurde ihr am 27.9.1970 als erste Frau der Titel doctor ecclesiae (Kirchenlehrer) verliehen. Man bedenke: In ihrer Zeit war es Frauen verboten zu unterrichten; und 1559 wurden auf damalige päpstliche Anordnung alle ihre Bücher, die in der Muttersprache verfasst waren, verbrannt. Die Inquisition strengte mehrere Prozesse gegen sie an. Heute gehört sie zu den größten Schriftstellerinnen in spanischer (Castellano) …

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