XII-3

Utsch, Neoschamanismus

📅 2014 📄 15 Seiten

Neoschamanismus Von Michael Utsch Schamanische Praktiken und ihr angebliches Heilwissen aus höheren, unsichtbaren Parallelwelten gewinnen in Europa seit mehreren Jahrzehnten an Popularität und Einfluss. Belege dafür sind die heute zahlreichen, schamanisch orientierten Lebenshilfeangebote sowie eine uferlose Literatur über Schamanismus. In München findet in regelmäßigen Abständen eine „Weltkonferenz der Ethnotherapien“ statt, auf der Vertreter inidigener Heilrituale mit westlichen Wissenschaftlern zusammenarbeiten1 . Europäische Ausbildungsinstitute vermitteln in mehrjährigen Kursen schamanische Heilweisen. Der Anthropologe Michael Harner (geb. 1929) hat das Ausbildungsinstitut „The Foundation of Shamanic Studies“ gegründet, das auch einen europäischen Zweig unterhält2 . Ab 2015 wird zum neunten Mal ein europäisches Dreijahresprogramm für fortgeschrittene schamanische Initiationen und schamanisches Heilen der Foundation for Shamanic Studies angeboten3 . Schätzungen zufolge nehmen weltweit jedes Jahr eta 6.000 Personen an diesbezüglichen Workshops teil4 . Auch die wissenschaftliche Erforschung dieses Phänomens wird fortgesetzt.5 Historisches Ein intensiver Schamanismusboom in den USA und Europa setzte mit den Büchern von Carlos …

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