Königstedt, Rechte Elemente in neuen Religionen: Germanische neue Medizin
Rechte Elemente in neuen Religionen: Germanische neue Medizin Von Christiane Königstedt Zusammenfassung Die „Germanische Neue Medizin“ (GNM), nach Geerd Ryke Hamer entstand in den 1980er Jahren und geriet schnell, in erster Linie wegen der Ablehnung schulmedizinischer Behandlungen von Krebserkrankungen und damit zusammenhängenden Todesfällen, negativ in die Medien, hat aber bis heute Anhänger. Während Referenzen zur „klassischen“ Nazi-Esoterik fehlen, äußerte sich Hamer wiederholt antisemitisch und die GNM wird beobachtbar in neurechten Kreisen rezipiert. Wie beides in Verhältnis zueinander steht, wurde jedoch noch nicht systematisch untersucht. Deshalb wird die GNM hier in einem ersten Schritt als Methode alternativer Heilpraxis verstanden und als neureligiöse Bewegung im weiteren Sinne mit ihren ursprünglichen Protagonisten, Inhalten, der Organisation ihrer Rezipienten sowie dazugehörigen Skandalen beschrieben. In einem zweiten Schritt werden erst nach einigen methodologischen und konzeptionellen Überlegungen zur „Neuen Rechten“ und „Rechtsextremismus“, inhaltliche Affinitäten und personelle Verbindungen der GNM zu neurechten Milieus auf der Basis von Hamers …
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