IX-17

Weidenkaff, Jugend(sub)kulturen/Jugendszenen

2004 5 Seiten

Jugend(sub)kulturen/Jugendszenen Von Ingo Weidenkaff Die durch Jugend beziehungsweise (große) Teile von ihr repräsentierten Ein­ stellungen, Verhaltensweisen, Lebensentwürfe, Kommunikationsformen, Symbolbildungen, Selbstdarstellungen und Konfliktpotenziale. Jugendkulturen können als subjektive und kollektive Verarbeitungsformen ge­ sellschaftlicher Problemlagen betrachtet werden. Sie lösen, wenn auch imagi­ när, Probleme, die auf konkret materieller Ebene ungelöst bleiben (B. Friebertshäuser). Sie entstehen innerhalb eines experimentellen sozialen Spielraums jen­ seits von Verbänden und Institutionen. Die Kernphase intensiver jugend­ kultureller Hinwendung beginnt zumeist mit der Pubertät und reicht bis zur Volljährigkeit. En ts tehungsbedingungen: Ungewissheit über die eigene Zukunft Anpassungsschwierigkeiten beim Eintritt in die Erwachsenenwelt Widerstand gegen die Autorität der Erwachsenen Schutz vor Anpassungszwang Bedingungsfaktoren: Gesellschaftliche Lage - zwischen Verselbständigung und verlängerter Ab­ hängigkeit Biografische Lage - Herauslösung aus familiärer Bindung und Abhängigkeiten Autonome Phase - zwischen Kindheit und Erwachsenenstatus (Peergroups) Suche nach einer eigenen Identität Der Begriff der Subkultur beinhaltet generell die Abweichung von einer eng geführten Normalität der Erwachsenenkultur (Schwendler …

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