Grünhagen, Buddhistische Bestattungen in Deutschland
Buddhistische Bestattungen in Deutschland Von Céline Grünhagen Der Umgang mit der Endlichkeit des Seins und der Unausweichlichkeit des Todes ist ein anthropologisches Grundproblem. Indem sie den Übergang des bzw. der Sterbenden beziehungsweise der Hinterbliebenen in Jenseitsvorstellungen und Bestattungsriten einbetten, wirken religiöse Traditionen hier kompensierend. Mithilfe der Bestattungspraktiken werden alle Beteiligten rituell durch diese Phase der Trennung geleitet. Zudem wird ihnen häufig eine ausschlaggebende Wirkung auf die Existenz im Jenseits bzw. auf eine zukünftige Wiedergeburt zugesprochen. Insgesamt kommt den Bestattungsriten dadurch eine hohe Bedeutung bei der Wahrung der gesellschaftlichen wie auch der kosmischen Ordnung zu.1 Vor diesem Hintergrund ist ein religiöses Beharren auf traditionellen Bestattungspraktiken nachvollziehbar. Als elementare Bestandteile des religiösen Weltbildes und der Religionsausübung wollen Gläubige auch in der Diaspora nicht auf ihre angemessene Ausführung verzichten. Die Thematik der Umsetzung nichtchristlicher Bestattungen in Deutschland und insbesondere der Konflikte, die dabei auftreten können, ist im Zusammenhang mit muslimischen Mitbürgern bereits häufiger …
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