Hutter, Koreanischer Buddhismus in Deutschland
Koreanischer Buddhismus in Deutschland Von Manfred Hutter Sucht man nach einem Datum, das den Anfang des Buddhismus in Deutschland als „gelebte Religion“ markiert, so kann man auf das Jahr 1888 verweisen. Damals hat Friedrich Zimmermann einen auf Quellen des Theravada-Buddhismus beruhenden „Buddhistischen Katechismus“ verfasst.1 Dennoch bleibt bis in die späten 1950er-Jahre der Buddhismus in Deutschland eine weitgehend unbeachtete Minderheit, der in der Öffentlichkeit wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Als im Jahr 1958 mit der „Deutschen Buddhistischen Union“ erstmals ein Dachverband für alle deutschen Buddhisten entstand, war zwar ein breites Spektrum buddhistischer Richtungen in Deutschland vorhanden; die Zahl deutscher Buddhisten dürfte aber zu jener Zeit lediglich knapp 2.000 betragen haben. Zu Beginn der 1960er-Jahre setzte jedoch eine neue Entwicklung ein, da aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland auch Menschen aus asiatischen Ländern nach Deutschland kamen, um sich als Studierende oder Arbeitssuchende für kürzere oder längere Zeit hier niederzulassen; zu diesen ersten asiatischen …
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