Pink, Der Zugang von Nichtmuslimen zum jenseitigen Heil in der zeitgenössischen islamischen Theologie
Der Zugang von Nichtmuslimen zum jenseitigen Heil in der zeitgenössischen islamischen Theologie Von Johanna Pink Einleitung Die Frage des Zugangs zum jenseitigen Heil ist für gegenwärtige Islamdebatten von zentraler Bedeutung. In der öffentlichen Diskussion findet sie wenig Beachtung im Vergleich zu Aspekten des praktizierten Umgangs von Muslimen mit Nichtmuslimen, bis hin zum Djihadismus; doch im Hintergrund vieler innermuslimischer Inklusions- und Exklusionsdebatten1 stehen die Paradiesverheißung und die Frage, welche Kriterien den Anspruch auf diese Verheißung begründen. Zwischen eschatologischen Ansichten und praktischem Verhalten gibt es durchaus einen Zusammenhang. Nicht zufällig betreibt etwa der erfolgreiche deutsche muslimische Prediger Pierre Vogel eine Webseite unter dem Titel „Einladung zum Paradies“. Dahinter steht die Auffassung, dass nur ein gläubiger Muslim Zugang zum jenseitigen Heil erhalten werde, was unmittelbar in einer moralischen Verpflichtung zur Mission ( da’wa ) resultiere. In den deutschen Medien erzielte das Thema im Frühjahr 2012 eine gewisse Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit der „salafistischen …
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